Mittwoch, 7. März 2012

"Steam Noir: Das Kupferherz 1" - Sapperlot! Was für ein Comic!

SteamNoir1Steam Noir: Das Kupferherz 1
Felix Mertikat, Benjamin Schreuder
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch



Sapperlot! Der erste Band von Steam Noir: Das Kupferherz war gut. Aufgefallen ist mir gleich dieser älteste Trick der Comic-Branche: Finde einen Slogan, Begriff der für eine Person steht, um den Wiedererkennungswert herzustellen: "Auf! Auf! Und davon!" – "Rächer! Versammeln" Das hat schon mal geklappt. Sapperlot! Hat mir gefallen, als das "Sapperlot!" des Herrn Lerchenwald auftauchte im Comic.

Es ist eine ganz andere Welt, in der Heinrich Lerchenwald zusammen mit Frau D. und Richard Hirschmann, einem Polizisten-Cyborg in einem Totenfall ermitteln muss. Es geht um die Anwesenheit von Seelen auf Landsberg. Seelen, die eine Gefahr für die Lebenden darstellen. Die aber auch Zeugen eines eventuellen Mordfalls gewesen sein können. Trotz aller Warnungen lässt Lerchenwald nicht davon ab, nach diesen Seelen zu suchen, um mit ihnen zu sprechen, anstatt sie einzufangen und für die Evakuierung an einen anderen Ort fertig zu machen. Die Begegnung mit diesen Seelen führt zu körperlichen Veränderungen und ist von daher äußerst gefährlich. Aber Gefahr ist relativ.

Die Charaktere sind klar gezeichnet. Auch wenn es Lerchenwalds Perspektive ist, die in der Hauptsache die Geschichte trägt. So kommen doch auch die anderen Figuren sehr sympathisch herrüber. Landsberg, der Ort, die Welt, in der das Geschehen platziert ist, ist so wie es ist mit seinen Gegebenheiten. Es gibt Mensch-Maschinen-Verbindungen, die Geräte sind dampfgetrieben, Gebiete sind jetzt gesperrt - hatten aber eine Geschichte. Vieles hat Hintergründe, warum es so ist wie es ist. Es wird dennoch nicht viel erklärt. Die Leserin muss es so hinnehmen, denn es muss so sein wie es ist, weil es nicht anders geht. Als Leserin habe ich mich eingelassen auf diese ganz andere skurrile Welt.

Charme. Charme ist das Wort, das mir bei diesem Werk immer wieder einfällt. Zeichner und Autoren haben sich etwas sehr Nettes einfallen lassen. Und hätte die Geschichte nicht unvermittelt ein Ende gehabt - schließlich ist das der erste Band, der zweite Band wird folgen-, hätte ich einfach weitergelesen.



In 3sat wurde das Comic vorgestellt




Weitere Infos
Steam Noir die Webseite
Leseprobe des Comic

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