Mittwoch, 29. Mai 2013

Mark Millar: Superior. Eine Geschichte mit Multiple Sklerose

Simon Pooni ist 12 Jahre alt. Simon hat Multiple Sklerose. Er war mal ganz groß im Basketball und wurde von den MitschülerInnen gemocht und anerkannt. Jetzt muss er sich auf Krücken oder dem Rollstuhl fortbewegen. Er wird von Schulkameraden gehänselt. Und ist deshalb in dieser Sitution anfällig, als ihm eine ungewöhnliche Wunscherfüllung angeboten wird. Dieser Wunsch wird ihm auch gleich erfüllt: er wird zum allmächtigen Superhelden Superior. Doch dieses Geschenk geschieht mit einem Hintergedanken des Schenkenden, einem sich als Affe mit Raumfahrtanzug präsentierendem mysteriösem Wesen. Warum Simon das Geschenk erhält, soll er in einer Woche erfahren. Und so lernt Simon zusammen mit seinem besten Freund, Chris, mit den neuen Kräften umzugehen, um dann die Woche über überall zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Sogar in Afghanistan schafft er Ordnung. Am Ende der Woche erfährt Simon die Hintergründe für die besondere Gabe. Es kommt zum großen Showdown mit einer epischen Schlacht und einem Happy End der besonderen Art.

Gedanken zum Comic

Der Anfang der Geschichte ist großartig. Mysteriös. Vielleicht ein bisschen bekannt durch den Film Big mit Tom Hanks. Aber es ist anders. Der erste Band hält diese Spannung beim Lesen gut aufrecht. Beim zweiten Band hatte ich unentwegt das Gefühl, dass ein Kind angesprochen werden soll. Dass die Lösung kindgerecht sein soll. Schließlich ist Multiple Sklerose keine Krankheit, die geheilt werden kann.

Millar ist sonst recht deftig und blutrünstig in seinen Geschichten. Dies ist in Superior nicht der Fall: Simon will als Superior tatsächlich der sein, wie der Charakter in Comic, Film etc. gedacht ist. Jedoch ist mir aufgefallen, dass Millar andere Klischees bedient, als es um die Darstellung des Gegners von Superior geht. Dieser ist auch ein Junge, der vom Affen besucht worden war und Kräfte erhielt. Das Umfeld von Sharpie, z.B. sind in Unterwäsche vor dem TV sitzende recht unschöne Eltern zu sehen, führt natürlich dazu, dass er nur böse werden kann.

Nun ja, ich muss dennoch sagen, die Geschichte ist okay.
Und das Ende hat was, was mir gefällt. Deshalb kann ich dem Autor Mark Millar hierbei zustimmen:
MARK: Even if his body does continue to get sick, it’s kind of about coming to terms with it almost, in a way that he wasn’t at the beginning. And he inspires other people by being Superior, but in turn that inspires him to be able to handle the hand he’s been given. Quelle: beliefnet.com Mark Millar: God and Comics
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Aufgefallen:
Im Gegensatz zur deutschen Ausgabe hat der englisch-sprachige Sammelband einen Hinweis auf die MS Society.
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superior1Superior, Bd. 1
Autor: Mark Millar
Zeichner: Leinil Yu
Broschiert: 100 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (10. April 2012)
Sprache: Deutsch


 

superior2Superior, Bd. 2
Autor: Mark Millar
Zeichner: Leinil Yu
Broschiert: 104 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (17. September 2012)
Sprache: Deutsch




Weitere Infos

Zum Comic
Kinder und Multiple Sklerose

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