Donnerstag, 24. Oktober 2013

Vorbereitung zum Zweitbesuch eines Buches: Brückner - Das eine sein, das andere lieben

Ich statte nunmehr als alte Dame einem Buch einen zweiten Besuch ab. 1984 - ich war 18 Jahre alt - hatte ich es als Taschenbuchausgabe gekauft und auch gelesen.

"Das eine sein, das andere lieben" sagt am Ende des Romans eine heterosexuelle Frau von sich, weil sie Männer liebt, aber kein Mann sein will.

Das Buch jetzt wieder zu lesen... - bin gespannt wie das wird mit all den Informationen, die ich nun in der Peripherie meines Lebens aufgeschnappt habe.

Ich blätterte bereits darin. Ahne die Beschreibung von den Grenzen einer heterosexuellen Frau. Ich kann das auch für mich sagen, es wären auch meine Grenzen als lesbische Frau. Während P. die Frau nicht begehren kann, könnte ich den Mann in Mario(n) nicht begehren.

Beim Blättern fiel mir auf, ich bin es nicht mehr gewohnt, Texte zu lesen, die viel das generische Maskulinum nutzen. Hoffe aber, dass der Charme des Buches mich bald wieder einholt. Schließlich war es mir so wichtig, dass ich es nie weggab.

Das Buch behandelt also am Ende die Selbstbezeichnung einer Hetera, beginnt jedoch mit einem vorangestellten Gedicht Gingko biloba von Goethe aus dem westöstlichem Diwan. Dort heißt die letzte Zeile:
Daß ich eins und doppelt bin?
Ich bin dann mal gespannt, wie sich der Zweitbesuch von Christine Brückners "Das eine sein, das andere lieben" anfühlen wird.

Nach der Lektüre schrieb ich am 10.11.2013 über das Buch in diesem Blog:
Christine Brückner: Das eine sein, das andere lieben

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