Dienstag, 10. Juni 2014

Lesbenliteratursalon im Juni. Thema: Rita Mae Brown

21.05.1992: Lesung Rita Mae Brown: "Schade, dass du nicht tot bist" in der Buchhandlung Heinz Schutt, Frankfurt; Foto: irgendeine Userin
Vor 22 Jahren war ich auf einer Lesung von Rita Mae Brown. Was ich nicht erinnerte, war die Tatsache, dass sie damals ihren ersten Katzenkrimi vorstellte. Was ich erinnerte war, dass sie an diesem Abend aus Rubinroter Dschungel vorlas. Katzenkrimis waren damals nicht so mein Thema.
Manches kommt halt wieder.

Lesbenliteratursalon

Am ersten Sonntag im Juni war Lesbenliteratursalon. Diesmal hatten wir uns als Thema Rita Mae Brown auserkoren. Drei Bücher von ihr wurden vorgestellt:
  • Rubinrote Rita: Eine Autobiographie
  • Einen ihrer Katzenkrimis
  • Dolley. Das Leben einer First Lady, (Dolley Madison, First Lady der USA von 1809 - 1817)
(Auf die Autobiographie wurde ich durch die Vorstellung im Salon so neugierig, dass ich mir diese nun auch bestellt habe.)

Katzenkrimis

Ich habe mich für den Lesbenliteratursalon mit einem ihrer Katzenkrimis beschäftigt. Mittlerweile gibt es schon 20 Bände der Mrs. Murphy-Reihe auf deutsch.

Ich recherchierte im Netz zu Katzenkrimis und wurde durch weitere neue Erkenntnisse überrascht: Mir war nicht bekannt, dass sich die Tradition der Katzenkrimis auf den Altmeister Edgar Allan Poe gründet, der 1843 die Kurzgeschichte Der schwarze Kater schrieb. Auch wusste ich nicht, dass es eine Berliner Katzen-Krimi-Nacht und einen Deutschen-Katzen-Krimi-Preis gibt. Jetzt weiß ich es durch Kater Paul.

In Erwartung lustiger Lektüre, ich hatte andere Bücher von Rita Mae Brown gelesen, bestellte ich mir drei Katzenkrimis wegen der Titel: Ruhe in Fetzen, Virus im Netz und Mausetot. Gelesen für den Lesbenliteratursalon habe ich nur einen. Es ist der zweite Band in der Reihe. Nach allem, was ich so an Rezensionen fand, soll es der gruseligste in der Reihe sein. Okay, das weiß ich nicht, weil ich habe ja die anderen Bände nicht gelesen.

Ruhe in Fetzen. Ein Fall für Mrs. Murphy

Crozet, ist eine kleine Stadt in Virginia. Hier lebt die vor kurzem geschiedene Mary Minor Harristeen, genannt Harry, ganz zufrieden. Sie verbringt ihre Freizeit auf ihrer Farm und arbeitet bei der Post, wo zentral die Nachrichten über die Vorgänge ihrer Nachbarn zusammenführen. Ihre Katze, Mrs. Murphy und der Welsh Corgi Tee Tucker, begleiten Harry fast überall hin.

Nachdem Blair Bainbridge, ein männliches Modell aus New York und ein Yankee, in der Stadt ankommt, findet sich - durch die gute Nase von Tee Tucker und der Besonnenheit von Mrs. Murphy, die den Hund davon abhält das Fundstück gleich zu verschlingen - kurze Zeit später auf seinem Grundstück diverse Leichenteile.

Mein Leseerlebnis

Leider muss ich sagen, dass mich das Lesen des Krimis eben nicht dazu ermunterte die anderen Bücher, die ich mir auch bestellt hatte, lesen zu wollen.
Dies mag an der langatmigen Beschreibung einer Fuchsjagd oder dem Alltagsleben einer Kleinstadt im Süden der Vereinigten Staaten oder der holprigen deutschen Übersetzung liegen. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall gingen Katze, Hund, Pferde, das Oppossum und die Schlange - die Eule schon - nicht an mich. Auch bei den menschlichen Charakteren fand sich keine für mich zum Liebhaben. Ich las zuviel von Heteroverkuppelungsversuchen, von wie sich eine geschiedene Frau zu verhalten habe, wie Rock und Hose doch Harry kleiden können, so dass das Thema des Krimis mich leider kalt ließ.

Ich weiß aber, dass andere Leserinnen nicht genug von der Mrs. Murphy-Reihe kriegen können.



Ruhe in Fetzen
Rita Mae Brown, Sneaky Pie Brown
Verlag: Rowohlt Tb.;
Auflage: 76 bis 90 Tausend (1996)
Sprache: Deutsch

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