Freitag, 13. Juni 2014

Theoretisch

Die Nacht nicht schlafen können, nachdem mich Kater weckte, weil er Hunger hatte.

Und so dachte ich über den Konstruktivismus nach.
Warum dieser mir soviel bedeutet.
Meine Antwort war: weil er eher beschreibender Natur ist. Ich kann die Bilder nutzen, muss es aber nicht.

Dann dachte ich darüber nach, warum ich im Studium, als der Dekonstruktivismus aufkam, mit diesem nichts anfangen konnte.
Für mich hat diese Theorie eher eine auffordernde Natur: dekonstruiere - vor allem Geschlechter und ihr Begehren!
Dieser Anspruch setzte mich unter Druck, denn andere könnten von mir fordern, dass ich mein Begehren, mein Geschlecht, meine Sexualität ändern müsse.
Ich wollte mir meine Lebenskonstruktion nicht zerdeppern lassen.
Wollte auch nicht Lebenskonstruktionen der anderen zerdeppern.
Wusste ich doch, dass wir nicht wirklich dasselbe sehen können.

Naja, statt mich dann weiter im Bett hin und her gedankenverloren zu wälzen, stand ich auf und notierte diese These auf einen Zettel.
Danach konnte ich den Schlaf fortsetzen.
Theoretisch.

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