Samstag, 17. Oktober 2015

Buchmesse Tag 2:
Frauen und Bücher
und BücherFrauen

Nachdem ich mich entschieden hatte, keinerlei Veranstaltungen mit Simultanübersetzung zu besuchen, hatte ich zum Donnerstag plötzlich nur noch zwei Veranstaltungen, die ich besuchen wollte. Wobei die zweite Veranstaltung getauscht wurde mit der Folgeveranstaltung der BücherFrauen.

Indonesische BücherFrauen im Gespräch

Wie fast überall auf der Welt wurde auch auch für die indonesische Buchbranche festgestellt: mehrheitlich arbeiten als "Editor" viele Frauen, aber im Management sind es wieder nur Männer.

Links: Laura Prinsloo, Verlegerin Kesaint Blanc Publishing; Mitte: Moderation: Ziphora Robina, Journalistin; Rechts: Kartini Nurdin, Geschäftsführerin Yayasan Pustaka Obor Indonesia
Das Einkommen in der Buchbranche sei niedrig, deshalb sei es nicht interessant für Frauen. Auf der anderen Seiten könnten deshalb Frauen länger im Unternehmen bleiben. Aber, wie gesagt, sie steigen nicht auf. Es gäbe viele Freundschaften am Arbeitsplatz, deshalb bleiben sie länger, weil sie bei der Arbeit mehr Spaß hätten. Durchschnittliche Verweildauer im Verlag 5 Jahre mindestens. Die Frauen teilen die Leidenschaft für das Thema und die Arbeit.

Frauen würden unterschätzt werden, weil sie Frauen seien. Die Einstellungsvoraussetzung sei Können nicht Herkunft oder Geschlecht beschreibt Laura Prinsloo das Einstellungsvorgehen.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob Frauen einen Vorteil hätten, kam die Antwort von Kartini Nurdin: Sie seien besser im Überzeugen. Es ändere sich viel in Indonesien. Frauen hätten einen großen Anteil daran.

Bücherfrau des Jahres 2015: Frauke Ehlers

Laudatio gespickt mit allen Adjektiven,
die die BücherFrauen
über die Geehrte zu sagen wussten.
Die BücherFrauen feierten ihr 25-jähriges Bestehen. Zuvor zeichneten sie die Bücherfrau des Jahres aus. Ich war platt, was Frauke Ehlers so alles geleistet hatte. Denn ihre Laudatorin, Silke Weniger, erzählte deren ganzen beruflichen und Vereins-Lebenslauf auf.
Frauke Ehlers bedankt sich für die Ehrung.


Eigentlich familiär buchtechnisch vorbelastet, arbeitet Ehlers nicht in der Buchbranche. Dennoch ist sie fast von Beginn bei der Vereinsarbeit mit dabei.  

Weitere Infos:

 

25 Jahre BücherFrauen: Die Party

Wie sich die Frauen des Vereins verhielten, was sie zeigten und taten, führte bei mir dazu, das große Wort Affidamento zu twittern. So stelle ich mir Wertschätzung von Frauen vor. Ich nehme an, dass auch hinter den Kulissen hoffentlich heftigst und ertragreich gestritten wird, aber für mich sah es an diesem Donnerstag so aus, als hätten alle ein Ziel und darauf wird hingearbeitet. Und richtig: Ich kann im Web die Acht Leitsätze finden, auf die sich die BücherFrauen für ihre Arbeit geeinigt haben.

Zum 25. Geburtstag gab es Kuchen und es wurde mit Sekt angestoßen. Ich blieb für ein Glas. Vielen Dank für Einladung.

Weitere Infos:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen