Donnerstag, 17. Dezember 2015

Mal Seh'n Carol zur L-Film-Nacht

Warten vor dem Filmereignis


Ich bin im Mal Seh'n-Kino und trinke ein großes Glas Rotwein. Fast zu groß und gefällig für meinen Geschmack. Aber so ist die Lokalität: gemütlich und nicht überteuert.
Ich weiß, dass ich auch zu meinen Single-Zeiten hier im Kino war. Vor 100 Jahren. Vor Ewigkeiten.
In knapp einer Stunde geht es los. Wie voll es werden wird, wird sich zeigen.

Carol: die Rezensionen überschlagen sich in positiver Kritik. Carol sei ein Oscar-Anwärter. Carol, der 10 Jahre auf die Fertigstellung des Filmes warten musste. Carol, der Film, dessen Buch vor über 60 Jahren für die Homos, Männer wie Frauen, Leben bedeutete. Alles ist anders. Bemerkenswert war die FAZ-Rezi, die Carol als die Verführerin, die Jägerin beschreibt. Alles geschieht mit Absicht bei ihr. Das arme und viel jüngere Haserl, Therese, hat gar keine Chance gegen sie.

Was die Blicke und die Stimmung in der Carol-Verfilmung angeht, so erinnerten mich die Ausschnitte auf Youtube ganz stark an Entre Nous, der ja leider ohne die Erfüllung durch Sex auskommen muss, aber deshalb erst recht so schön anzusehen ist. Sublimation. Und die Blicke und das Sich-Aneinander-Anlehnen sprechen tausend Bände. Die Stimme der Tochter (Regisseurin) aus dem Off tut der Fantasie ein übriges: die beiden Frauen lebten natürlich zusammen. Es ist kein wirklicher Lesbenfilm, aber äußerst sehenswert für mich als Lesbe.

Was Carol angeht, habe ich nun das Hörbuch auf  CD gebrannt, damit ich damit einschlafen kann. Die Stimme der britischen Sprecherin gefällt mir besser als die amerikanische, obwohl Carol doch in den USA spielt. Ostküste, New York, da ist der amerikanische Slang Zuhause.

Es kommen viele Filmgäste. Ich muss den Wein bald geschafft haben. Es wird, es ist Viertel vor 9.

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