Donnerstag, 20. Oktober 2016

Buchmesse Tag 2: Das leibliche Wohl auf der Buchmesse: eine Zweifelsuppe

Zwei Sekunden Pause. Die nutze ich, um mich schreibend zu sammeln: Heute schon den zweiten Fehler im Veranstaltungskalender der Buchmesse entdecken müssen: die Veranstaltung im Orbanismspace wird erst morgen stattfinden und für den Sektempfang des Quer-Verlages werde ich eine Etage höher geschickt, statt 4.1, war 4.2 angegeben. Dass ich dort vor Ort war, ist eine enorme Leistung für mich. Denn ich bin das mit der Rolltreppe gefahren und die Höhenangst knabbert an mir.
Irgendwie habe ich heute inhaltlich auf der Buchmesse nicht besonders viel gemacht. Ich habe die Kalender-Galerie kennengelernt. Ein schöner Ort der Besinnung. Zumindest am Vormittag. Nachmittags ist auch dieser Gang voll.

Dann habe ich – auch durch Herumwandern – einen phantastischen Ort im Stil von Steampunk entdeckt. Ich nahm an, 20er Jahre, aber es ist auf Alt gemacht und trotzdem zeitlos. Mit Maschinen, die das Gehirn manipulieren sollen.


Das mit der Schreibmaschine ist natürlich eine nette Überlegung. Natürlich manipuliert Schrift das Gehirn. Da brauche ich keine Maschine, die ins Gehirn eingreift. Das kann durch die Schreibmaschine, resp. Text besser und effizienter gemacht werden. Richtig hübsch. Die Schreibmaschine habe ich auch gleich als Header auf Twitter eingefügt.

Der Vorlauf/ die Freude auf die Buchmesse war größer als jetzt die Buchmesse zu erleben.
Mir fehlen die Comic-Veranstaltungen auf der Buchmesse. Das war damals alles so schön an einem Ort, dem Comiczentrum. Das gibt es nicht mehr. Alles ändert sich. Alles neu. Das Licht und die Geräusche der Hallen machen aber immer noch müde. Bin wieder zu früh hier angekommen. Diesmal ging das Taschendurchsuchen recht schnell.
Trotz Buchstabensuppe mir fehlen die Worte. Alles ergibt keinen Sinn. Als sei das Denken verklebt. Ich erlebe, dass andere gute Texte schreiben, mit denen sie erreichen, was sie wollen. Bei mir bleiben die Inhalte in den Fingern stecken. Sie erreichen das Papier, das Office-Dokument und die E-Mail nicht. Es ist plakativ, ich bin nichts sagend. Lauft weg! Lest mich nicht! Das bin nicht ich! Das ist nur ein Ausschnitt meines Selbst! Der Rest ist unterwegs verloren gegangen. Meine Frau schreibt gerne. Nein, sie kann gut schreiben. Ob sie gerne schreibt, müsste ich sie fragen. Ich schreibe gerne. Aber daraus wird nichts. Der Inhalt wird durch die innere Zensur gefressen. Ausdruck. Ausdruck. Das war es mal wieder. Ob ich mal schaue, wer schon am Stand ist?

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Ich finde am Stand vom Quer-Verlag Schatzi1 vom LesKultur-Blog vor und folge gerne der Einladung von Jim Baker (Verleger des Quer-Verlags) und trinke etwas Sekt.



 Facebook-Post des Verlags zur Veranstaltung.

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Abends gab es noch ein gemütliches Zusammentreffen mit Autorinnen, Lektorinnen und Freundinnen eines Verlages.

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